Vom keuchenden Nachzügler zum Gipfel: mein Selbstversuch mit Selbsthypnose
Ein Abend mit dem Sportclub, eine gemütliche Bergtour – dachte ich. Tatsächlich lief ich keuchend und schnaubend der Gruppe hinterher. An Leistungssteigerung dachte ich in dem Moment am wenigsten. Und doch wurde genau das mein Ziel. Als Hypnosetherapeutin und Mentalcoach teste ich Methoden zuerst an mir selbst – also: Selbstversuch.
Ehrlichkeit als Startpunkt
Sich nach trainingsfaulen Monaten mit fitten Sportlern zu messen, ist keine gute Idee – das wusste ich, und trotzdem traf mich der Moment. Echte Leistungssteigerung beginnt mit Ehrlichkeit. Also machte ich eine Standortbestimmung: nicht selbstkritisch, sondern selbstreflektiert. Wo stehe ich? Was brauche ich? Das Ziel stand fest: der Alphubel, 4206 Meter über Meer.
Mein Vier-Schritte-Plan
Ich verordnete mir vier Massnahmen: einen auf mich zugeschnittenen Trainingsplan, einen Check beim Arzt, eine Ernährungsoptimierung – und mentales Training durch Selbsthypnose. Die Punkte eins bis drei kennen viele Sportler. Punkt vier macht den Unterschied, denn Fitness beginnt im Kopf. Wer das ignoriert, lässt Potenzial liegen.
Die Blockade hinter der Erschöpfung
Als ich ehrlich mit mir war, erkannte ich: Es war die Frustration, die mir im Weg stand. Körper und Geist sind keine getrennten Systeme – ein Mensch mit Selbstzweifeln ruft sein Potenzial nicht ab, einer mit innerer Klarheit schon. Dass Sportpsychologie heute ein anerkannter Teil des Leistungssports ist, bestätigt auch Swiss Olympic. Mentale Blockaden sind lösbare Hindernisse – kein Zeichen von Schwäche.
Testlauf am Stanserhorn
Der Tag der Wahrheit: Stansstad, Stanserhorn. Am Ausgangspunkt stand die Richtzeit: 4 Stunden 15 Minuten, 1500 Höhenmeter. Ich startete leicht in Trance – entspannt, gleichmässig, zielfokussiert. Aufkommende Knieschmerzen behandelte ich sofort mit einer Selbsthypnose-Technik; sie verschwanden. Drei Stunden später stand ich oben, 75 Minuten unter der Richtzeit. Ich wusste: Es funktioniert. Mit mentalem Training lassen sich Leistungen punktgenau abrufen.
Vom Tiefpunkt auf den Gipfel
Mit dieser Erkenntnis startete ich die Clubtour auf den Alphubel. Frühstück um drei Uhr, Aufbruch im Dunkeln. Beim Aufstieg leuchtete das Matterhorn in mystischen Farben, und ich wusste früh: Heute stehe ich auf dem Gipfel. Was blieb, war ein Gefühl von Stolz, Ehrfurcht und Dankbarkeit. Vom keuchenden Nachzügler zum Gipfelstürmer – in wenigen Wochen, mit einem Trainingsplan und mit Selbsthypnose.
Was das für dich bedeutet
Wenn mich jemand fragt, warum ein Sportler Mentaltraining braucht, stelle ich die Gegenfrage: Warum braucht ein Sportler einen Trainingsplan? Mental und körperlich parallel zu trainieren schafft die besten Voraussetzungen, das Potenzial vollständig abzurufen – an guten wie an schlechten Tagen. Mentales Training ist dabei wie ein GPS: Es zeigt Perspektiven auf, motiviert an schlechten Tagen und hilft, Ziele zu visualisieren und zu erreichen.
Wie Sporthypnose systematisch funktioniert, liest du im Beitrag Sporthypnose & Leistungssteigerung. Mehr zum Angebot findest du auf der Seite Sporthypnose & Mentaltraining. Dein erster Schritt kann ein kostenloses, unverbindliches Erstgespräch sein.